Alles andere als zum Heulen: Eine Sirene für Bokel

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Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall

Rietberg-Bokel/Rietberg. Der Stadtteil Bokel bekommt eine eigene Sirene. Sie wird diese Woche installiert und erhält ihren Standort auf dem Schulgebäude an der Brunnenstraße 17. Im Katastrophenfall soll sie die Bevölkerung warnen. Damit in allen besiedelten Gebieten Rietbergs im Notfall der heulende Ton zu hören ist, mussten einige Anpassungen vorgenommen werden. In Bokel etwa gab es bisher noch gar keine Sirene.

Diese Möglichkeit, die Bevölkerung zu alarmieren, war schon fast in Vergessenheit geraten, erlebt aber derzeit eine Renaissance, wie Martina Venne (Leiterin der Abteilung Sicherheit, Ordnung und Straßenverkehr) erklärt: „Das Land Nordrhein-Westfalen hat festgestellt, dass der Katastrophenschutz in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt wurde. Insbesondere besteht bei Großschadensereignissen keine Möglichkeit, die Bevölkerung umfassend zu informieren. Deshalb sind Gelder zur Verfügung gestellt worden, um die Warnung der Bevölkerung zu verbessern.“
Die Stadt Rietberg verfügt derzeit über 13 Sirenen, wobei aktuell nur 12 in Betrieb sind. Die letzte soll – sofern auch im kommenden Jahr vom Land Geld bereitgestellt wird – einen neuen Standort im Bereich Westerwiehe oder Druffel bekommen. Alle Anlagen sind zudem technisch gewartet und mit digitaler Technik ausgestattet worden. Gewarnt wird nicht nur im Fall einer außergewöhnlichen Katastrophe, wie beispielsweise einem Hochwasser oder einem Großbrand, sondern auch immer dann, wenn der in dem jeweiligen Ortsteil zuständige Löschzug der Feuerwehr zu einem Einsatz ausrückt. Damit dienen die Sirenen gleichzeitig auch zur Sicherstellung einer Alarmierung der Feuerwehrkameraden.
Stadtbrandmeister Matthias Setter betont: „Mit den Sirenen ist eine verbesserte Erreichbarkeit aller unserer Feuerwehrleute im Stadtgebiet sowie eine flächendeckende Alarmierung der Bevölkerung gewährleistet. Generell ist es auch beruhigend zu wissen, dass eine Alarmierung auch dann sichergestellt ist, wenn unsere elektronischen Pieper, über die wir informiert werden, einmal ausfallen sollten.“

Hintergrund:

An folgenden Standorten (jeweils auf Gebäuden) befinden sich derzeit im Stadtgebiet Rietberg Sirenen:

  • In Rietberg an der Delbrücker Straße 1 (Südtorschule), der Pochenstraße 6 (privat), Eberhard-Unkraut-Straße 16a (privat), Torfweg 112 (Feuerwehrgerätehaus)
  • In Mastholte an der Haselhorststraße 46 (privat), Hellestraße 3 (Firma), Gewerbestraße 4 (Firma), Brandstraße 71 (Firma) und Speckenstraße 10 (Firma), Langenberger Straße 84 (Firma)
  • In Varensell an der Hauptstraße 53 (Kloster)
  • In Bokel an der Brunnenstraße 17 (Schulgebäude)

Text: Stadt Rietberg