Endlich: Radweg Bokeler Straße wird saniert

Bürgermeister bei Straßen NRW erfolgreich

Rietberg. Besser könnte das Jahr für Bürgermeister Andreas Sunder wohl nicht ausklingen: Der Radweg entlang der Bokeler Straße (L836) wird 2015 saniert. Diese freudige Ankündigung hat den ersten Bürger der Stadt Rietberg am heutigen Dienstag erreicht. Denn die zuständige Behörde ist der Landesbetrieb Straßen NRW, der auch die Kosten komplett übernimmt. Für Sunder geht mit der Sanierung ein „jahrzehntelanges Ärgernis“ zu Ende, denn der Radweg gleicht einer Buckelpiste. Zuletzt hatte der Bürgermeister immer wieder bei Straßen NRW vorgesprochen und auf die Dringlichkeit der Maßnahme hingewiesen.

Ortstermin am Radweg: (von links) Ordnungsamtsleiterin Martina Venne, Landrat Sven-Georg Adenauer, Bürgermeister Andreas Sunder und Frank Scheffer (Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt beim Kreis Gütersloh).
Ortstermin am Radweg: (von links) Ordnungsamtsleiterin Martina Venne, Landrat Sven-Georg Adenauer, Bürgermeister Andreas Sunder und Frank Scheffer (Fachbereichsleiter Bauen und Umwelt beim Kreis Gütersloh).

Schon lange vor seiner Amtszeit als Erster Bürger hatte Sunder sich das Thema Radweg Bokeler Straße auf die Fahnen geschrieben. Weil sich die Wurzeln der Linden am Rand der Strecke unter den Asphalt schieben, müssen Radfahrer an einigen Stellen fast absteigen und ihr Gefährt schieben, weil die Weiterfahrt auf dem hügeligen Untergrund kaum mehr möglich ist. Davon haben sich im Herbst auch zwei ranghohe Vertreter von Straßen NRW persönlich überzeugt.
Auf Einladung des Bürgermeisters und der Ordnungsamtsleiterin Martina Venne waren der Hauptgeschäftsführer des Landesbetriebs, Winfried Pudenz, und der Niederlassungsleiter Ostwestfalen-Lippe, Andreas Meyer, die Strecke selbst abgefahren. „Erfreulicherweise kamen beide zu dem Schluss, dass der aktuelle Zustand nicht länger hinnehmbar ist“, sagt der Bürgermeister.
Weil sich die Wurzeln der Linden, die den Straßenrand säumen, auch unter einer neuen Asphaltdecke wieder ihren Weg suchen würden, müssen einige Bäume im Zuge der Sanierung weichen. Glücklicherweise können aber 65 von knapp 100 Laubträgern erhalten werden. Für den Rest wird Ersatz gepflanzt, und zwar in Form von Stieleichen – deren Wurzeln verursachen keine Schäden. Die Untere Landschaftsbehörde des Kreises Gütersloh hatte die Genehmigung für die Beseitigung bereits erteilt. Denn auch Landrat Sven-Georg Adenauer war einer Einladung Sunders gefolgt, hatte sich die Fahrradstraße angesehen und war zu dem Schluss gekommen: „Das ist im gesamten Kreis Gütersloh einer der schlimmsten Radwege überhaupt.“
Straßen NRW kündigte an, gleich im neuen Jahr mit der Bauvorbereitung zu beginnen. Dazu gehört auch das Fällen der Bäume bis spätestens Ende Februar. Die eigentliche Radwegsanierung wird dann voraussichtlich im Frühsommer über die Bühne gehen.

Text&Foto: Stadt Rietberg